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Schenkelbruch

Der Schenkelbruch

Bei der Femoralhernie drücken Bauchfell und teilweise auch Darmschlingen durch eine Schwachstelle im Gewebe in den Bereich des Oberschenkels hinein. Etwa 5 bis 10% aller Hernien sind Schenkelbrüche.

 

Die Bruchpforte einer Schenkelhernie liegt immer unterhalb des Leistenbands. Meistens ist sie relativ klein, weswegen es leicht zu einer Einklemmung der Hernie kommen kann. Dies wird zusätzlich durch die Bewegungsaktivität des Hüftbereichs begünstigt.

 

Kommt es zu einer Inkarzeration (eingeklemmter Hernie), äussert sich diese durch starke Schmerzen. Übelkeit und Erbrechen sind weitere Begleitsymptome. Da die eingeklemmten Organe nicht mehr durchblutet werden, muss sofort operiert werden.

 

In 60% der Fälle tritt die Schenkelhernie rechts auf, in 20% beidseitig.

hernienzentrum

Der Schenkelbruch bei Frauen

Frauen sind viermal häufiger von Schenkelbrüchen betroffen. Meist trifft es übergewichtige Frauen über 50.

 

Schwangerschaften, Übergewicht, Kollagenschwäche, zunehmendes Alter und Krankheiten wie das Marfan-Syndrom oder das Ehlers-Danlos-Syndrom erhöhen das Risiko für Femoralhernien. Oft treten Schenkelhernie aber auch nach Gewichtsabnahmen auf.

Der Schenkelbruch bei Männern

Bei Männern treten Schenkelbrüche öfters nach Leistenbruch-Operationen auf. Während der Operation wird zur Behebung des Leistenbruchs das Leistenband angehoben. Dies begünstigt die Entstehung eines Bruchsacks durch den Leistenkanal und die Bildung einer Femoralhernie. Zusätzlich kann es aber auch zu einer Bruchpforte durch erhöhte Spannung kommen, wenn die Naht nach einer Operation zu straff geschlossen wurde.

Symptome bei einem Schenkelbruch

Folgende Symptome können im Zusammenhang mit einer Femoralhernie auftreten:

  • Diffuse, drückende Schmerzen in der Leiste
  • Unregelmässiger Stuhlgang
  • Bei einer Einklemmung starke Schmerzen in der Leiste
  • Die Schmerzen können in den Bauch und auf die Innenseite der Oberschenkel ausstrahlen.
  • Vorwölbung unterhalb des Leistenbands
  • Bei adipösen Patienten kann man die Schwellung zum Teil nicht ertasten.

Operation bei einem Schenkelbruch

Da das Risiko für eine Einklemmung bei Schenkelbrüchen grösser ist, werden sie oft baldmöglichst operiert. Eingeklemmte Hernien müssen sofort operiert werden.

 

Nebst den üblichen Risiken einer Narkose kann es bei Schenkelbruch-Operationen zu Blutergüssen, Wasseransammlungen und Schwellungen in der Leistengegend kommen. Weitere Komplikationen können Harnverhalt, Infektionen, Verletzungen von Gefässen und Nerven, Thrombosen und Embolien sein. Nach der Operation können Schmerzen und Gefühlsstörungen auftreten, die nach wenigen Tagen abklingen.

 

Es kann vorkommen, dass erneut ein Schenkelbruch an der gleichen Stelle auftritt. Wird ein Kunststoffnetz bei der Operation eingesetzt, ist das Wiederauftreten seltener.

 

Verhärtungen im Bereich von eingesetzten Kunststoffnetzen, sowie Abstossungen oder allergische Reaktionen auf das Netz sind äusserst selten.

 

Femoralhernien können sowohl in einem offenen, wie auch in einem geschlossenen (laparoskopischen) Verfahren operiert werden. Beim geschlossenen Operationsverfahren wird weniger Gewebe verletzt, weswegen die Wunden schneller verheilen.

 

Mehr über die verschiedenen Operationsverfahren, die wir einsetzen, erfahren sie hier.