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Behandlungsmöglichkeiten bei einer Rektusdiastase

hernienzentrum Dr.Med.Enrico Pöschmann
hernienzentrum 29-Nov. 2022

Häufig sind Rektusdiastasen die Folge einer Schwangerschaft oder einer massiven Gewichtszunahme. Die daraus entstehende, muskuläre Instabilität im Bauchbereich kann Rückenbeschwerden verursachen und bringt ein höheres Risiko für einen Bauchwandbruch mit sich. Je nach Schweregrad der Rektusdiastase gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten.

Rektusdiastase nach der Geburt

Das Baby ist da – leider auch die Rektusdiastase. Zwar können Frauen bereits vorab mittels Übungen die Bauchdecke so gut wie möglich stärken und stabilisieren, gänzlich vermeiden lässt sich eine Rektusdiastase bei einer Schwangerschaft aber leider nicht. Durch die massive Druck- und Gewichtsbelastung werden die geraden Bauchmuskeln in der Mitte des Bauches auseinandergedrückt. Die dazwischenliegende Mittellinie (Linea Alba), die aus der Hüllschicht der Muskulatur, den Faszien besteht, wird so immer dünner und dünner. Dies birgt ein grosses Risiko für Bauchwandbrüche, die sich wie ein Schweizer Käse über den gesamten Bauchbereich verteilen können. In der Literatur nennt man dieses Phänomen deswegen auch die Swiss Cheese Hernia. Mit Rückbildungsgymnastik und angepasstem Alltagsverhalten kann die Rektusdiastase nach der Geburt wieder stabilisiert werden.

Fehlende Rumpfstabilität

Letztlich führt aber das Auseinanderweichen der Muskulatur auch zu einer Instabilität des Rumpfes, da die geraden Bauchmuskeln die Gegenspieler der geraden Rückenmuskeln sind. Diese sind dafür verantwortlich, uns im Raum aufrecht und stabil in der Achse zu halten. Die daraus folgende Instabilität kann zu Rückenschmerzen führen. Der Körper versucht auf andere Muskelgruppen wie die Rücken-, Po- und Beckenmuskulatur auszuweichen, um die nötige Stabilität zu erhalten - eigentlich eine geniale Reaktion des Körpers. Aber gerade während der Schwangerschaft kommt es schnell auch zu einer Überlastung der Hilfsmuskulatur, die sich in Kreuz- und Beckenschmerzen äussert.

Rückbildung nach der Schwangerschaft

Im Anschluss an die Schwangerschaft sollte man den Empfehlungen der Hebammen folgen und sicher sobald wie möglich mit Rückbildungsgymnastik anfangen. Diese hat das Ziel, die überdehnten Bauchmuskeln wieder zu straffen und damit die schwache Mittellinie zu entlasten. Dabei ist es wichtig, dass alle Bauchmuskeln (die hinteren-tiefen, die seitlich-schrägen sowie auch die vorderen-geraden Bauchmuskeln) ins Training mit einbezogen werden. Dennoch lässt sich eine Rektusdiastase leider nicht immer durch Training korrigieren.

Die drei Stadien der Rektusdiastase

Eine Rektusdiastase, also das Auseinanderweichen der geraden Bauchmuskeln in der Mittellinie, wird in drei Stadien unterteilt. Im Stadium 1 beträgt der Abstand der geraden Bauchmuskeln zueinander bis zu drei Zentimetern, wobei man bedenken muss, dass der normale Abstand bei einer unauffälligen Bauchdecke nur wenige Millimeter beträgt. Im Stadium 2 darf der Abstand zwischen drei bis fünf Zentimeter gross sein. Bei mehr als fünf Zentimeter Abstand spricht man von einer Rektusdiastase Stadium 3. Die Entscheidung, ob eine Operation erforderlich ist, hängt von den Beschwerden, der Größe der Bauchdeckeninstabilität und möglichen Brüchen ab. Grundsätzlich kann eine Rektusdiastase Stadium 3 nur durch eine Operation korrigiert werden. Eine klinische Untersuchung reicht für eine genaue Diagnose nicht ausreichend. Es benötigt zwingend einen Ultraschall, um die genaue Weite zu definieren und vor allem auch, um kleine beginnende Brüche auszuschließen. Grundsätzlich sollte eine OP frühstens ein Jahr nach der Schwangerschaft gemacht werden, ausser es handelt sich um einen Notfall.

Eine Rektusdiastase operieren

Bei einer sehr schlaffen Bauchdecke und einer symptomatischen Rekutsdiastase muss über eine Operation nachgedacht werden. Diese kann sowohl minimal invasiv, mittels konventioneller Bauchspiegelung oder unter Zuhilfenahme eines Operationsroboters, durchgeführt werden. So kann zwar wieder eine perfekte Stabilität der Körpermitte erreicht werden, oft aber ist das Endergebnis kosmetisch nicht ideal. Bei einer offenen Operation, die im Endeffekt einer Bauchdeckenstraffung gleichkommt, werden die Muskeln wieder in die Mittellinie verlagert und die gesamte Mitte mit einem auflösbaren oder permanenten Kunststoffnetz verstärkt. Bei dieser Operationsart kann gegebenenfalls auch überschüssige Haut entfernt und der Bauch gestrafft werden. Im Anschluss an den Eingriff ist eine sechswöchige Ruhepause nötig, in der ein Bauchgurt getragen werden soll und auf Sport und das Heben von schweren Lasten strikt verzichtet werden muss. Gerade nach einer Geburt oder mit einem Kleinkind kann dies eine grosse Herausforderung sein. Im Anschluss an die Ruhepause sollten Patienten während 2 bis 3 Monate eine intensive Physiotherapie besuchen. Die nun in der korrekten Position liegenden Bauchmuskeln können so wieder aufgebaut und trainiert werden, damit sie die eigentliche Stabilität der Bauchdecke wiederherzustellen vermögen. Leiden Sie möglicherweise an einer Rektusdiastase oder einer Hernie? Nehmen Sie Kontakt auf zum Hernienzentrum Schweiz – wir beraten Sie kompetent und professionell.

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Gerade Männer, die intensiv Sport treiben oder sogar eine Sportart professionell ausüben, klagen immer wieder über Leistenschmerzen. Der stechende, brennende Schmerz in der Leiste tritt meistens bei körperlicher Belastung auf. Wichtig ist, vor einer Behandlung die Ursachen für die Schmerzen zu finden, so dass dann ein gezieltes Behandlungsprogramm von einem Team von Ärzten und Therapeuten erstellt und ausgeführt werden kann.

Die Sportlerleiste – Was sind mögliche Ursachen?

Der Begriff Sportleiste beschreibt Schmerzen im Bereich der Leistenregion, die insbesondere bei sportlich aktiven Menschen häufig nach sportlicher Betätigung auftreten. Die treten in den meisten Fällen nicht nur akut auf, sondern zeigen oft einen chronischen Verlauf. Häufiger tritt die Sportlerleiste aufgrund von anatomischen Unterschieden beim Mann auf. Sie kann jedoch auch bei Frauen vorkommen. Vor jedem Behandlungsversuch sollte vom Arzt genau geklärt werden, was die Ursache für den Schmerz ist, so dass gezielt daraufhin behandelt werden kann. Ohne klare Diagnose ist es schwierig, die richtige Therapie zu verordnen.

Mögliche Ursachen für Leistenschmerzen

Die Gründe für die Schmerzen in der Leistengegend, die oft bis in den Oberschenkel ausstrahlen, können vielfältig sein. Im ersten Schritt sollte der Arzt akute Verletzungen, wie einen möglichen Muskelfaserriss oder eine momentane Überbeanspruchung wie sie zum Beispiel beim Marathon auftritt, ausschliessen. Treten über längere Zeit bei mässiger, sportlicher Betätigung immer wieder Schmerzen im Bereich der Leiste auf, sollten weitere Untersuchungen folgen. Oft können muskuläre Probleme im Bereich der Leiste oder der Hüfte der Schmerzauslöser sein. Wenn aufgrund von verkürzten Muskeln im Bereich des Oberschenkels und der Hüfte eine Überspannung auftritt, löst dies bei sportlicher Betätigung wiederholt einen Schmerzreiz aus. In diesem Fall kommt es auch vor, dass beim Muskelansatz am Knochen schmerzhafte Entzündungen entstehen. Ebenfalls kann der Ansatz des Bandes am Knochen gereizt sein und sich durch sSchmerzhafte Symptome äussern.

Unentdeckter Leistenbruch

Chronische Leistenschmerzen können auch durch kleine Leistenbrüche verursacht werden, die von aussen gar nicht sichtbar sind. Ein Spezialfall, der bei Männern auftreten kann, ist das sogenannte Samenstrang-Lipom. Es handelt sich dabei um ein Geschwulst aus Fettgewebe, das sich im Leistenkanal bildet und ähnliche Beschwerden wie ein Leistenbruch verursacht, jedoch nicht als solcher nach aussen tritt. Gerade bei Belastung oder Überspannung der angrenzenden Muskelgruppen kann es beim Samenstrang-Lipom zur chronischen Reizung der Nerven führen, was erneut Schmerzen auslöst, die jenen eines Leistenbruchs recht ähnlich sind.

Welche Untersuchungen sind bei einer Sportlerleiste nötig?

Nebst den regulären klinischen Untersuchungen werden erfolgreich Ultraschall-Untersuchungen eingesetzt. Mit Hilfe des Ultraschalls können mögliche Entzündungen im Bereich von Knochen, Haut und den Muskel-Ansätzen festgestellt werden. Ebenfalls ist auf dem Ultraschall-Monitor erkennbar, ob ein Leistenbruch vorliegt oder ein Samenstrang-Lipom vorhanden ist. In gegebenem Fall können auch Untersuchungen mit GMC oder CT nötig sein. Diese werden jedoch nur als Ergänzung beigezogen.

Mögliche Behandlungsmethoden bei einer Sportlerleiste

Die gewählte Behandlungsmethode richtet sich immer nach der erstellten Diagnose und der Erkrankung. Eine physiotherapeutische Behandlung bildet oft eine gute Basis. Neben der manuellen Behandlung durch den Physiotherapeuten helfen auch gezielte Massagen und Dehnungsübungen. Ergänzend kann auch Akupunktur eingesetzt werden. Führt dies alles nicht zum Erfolg kann bei Ansatzentzündungen der Muskeln oder des Leistenbandes eine Infiltration, also eine Spritzen-Behandlung, zum Beispiel mit Eigenblut (ACP / PHP) gemacht werden. Dies bringt häufig eine deutliche Linderung mit sich. Eine Infiltration mit Cortison kann ebenfalls rasche Bessergun bringen. Sie ist jedoch umstritten und birgt die Gefahr von zweiseitigen Rissen im Bereich der Sehnen oder Muskeln mit sich. Wenn all diese Verfahren keine Verbesserung der Erkrankung erzielen können, muss gegebenenfalls auch über ein operatives Vorgehen diskutiert werden.

Vorgehen bei Samenstrang-Lipomen oder kleinen Leistenbrüchen

Samenstrang-Lipome oder kleine Leistenbrüche werden, meist möglich auf Grund der geringen Grösse, mit der sogenannten Minimal Repair-Technik versorgt. Dabei wird nur ein kleiner Schnitt gemacht und man kann die Lücke beim Leistenbruch ohne Implantation von Fremdmaterialien schliessen. Vorhandene Samenstrang-Lipome werden entfernt und nach einer kurzen Erholungsphase kann mit einer gezielten Trainingstherapie gearbeitet werden.

Individuelle Behandlungsmöglichkeiten für die Sportlerleiste

Eine weitere chirurgische Möglichkeit zur Behandlung der Sportlerleiste ist das Ablösen und Versetzen von einzelnen Muskeln- oder Sehnen-Bündeln. Durch die versetzten Ansatzpunkte lässt sich die Spannung deutlich reduzieren und die Leiste wird entlastet. Da es sich in solchen Fällen um individuelle Probleme handelt, ist es immer nötig, zusammen mit dem Patienten die Auswertungen der Untersuchung anzuschauen und die verschiedenen Behandlungsmethoden zu prüfen.

Sportpausen bei Sportlerleiste

Die Länge der Pause vom Sport oder dem Training richtet sich meist nach der Behandlungsart. Ziel ist es, dass der Patient wieder uneingeschränkt und schmerzfrei Sport treiben kann. Dabei soll die Belastung durch chronische Schmerzen sowie die Gefahr von Langzeitschäden oder Spätfolgen ausgeschlossen werden. Leiden Sie regelmässig unter Schmerzen in der Leistengegend? Melden Sie sich beim Hernienzentrum für einen zeitnahen Untersuchungstermin.

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Für eine erfolgreiche Behandlung ist es wichtig, dass diese schnell operativ verschlossen werden, bevor innere Organe eingeklemmt werden oder sich die Schwachstelle weiter öffnen kann.

Vizeralchirurgische Eingriffe, im Speziellen Bauchwand-OPs, bringen immer ein gewisses Risiko mit sich. In etwa 10 bis 20 % der Fälle können in den darauffolgenden Monaten oder Jahren Narbenbrüche an den Nahtstellen im Inneren des Bauches entstehen. Auslöser dafür sind Nähte, die nie richtig verheilt sind. Besonders häufig tritt dies bei Nähten an der Hüllschicht der Muskulatur auf. Im Verlauf der Zeit können sich diese Nähte teilweise oder sogar ganz öffnen und führen zu Schwächen im Bereich der Bauchwand. Zudem hat das Narbengewebe nicht die gleiche Festigkeit und Elastizität wie das reguläre Gewebe und das Risiko ist dort grösser, dass sich an diesen Stellen eine Bruchpforte bilden kann. Dort kann sich dann das Bauchfell und innere Organe durch die Schwachstelle in der Bauchwand aus dem Bauchraum herausdrücken. Da diese Brücke im Bereich der Narben einer früheren Operation auftreten, nennt man sie Narbenbrüche.

Was begünstigt Narbenhernien?

Einfluss auf die Entstehung von Narbenbrüchen hat die Schnitt-Technik des Chirurgen, die Nahttechnik und das verwendete Nahtmaterial. Weitaus wichtigere Faktoren gehen aber vom Patienten aus. Ein hoher Anteil von Fettgewebe macht es dem Chirurgen schwieriger, die Wunden genau vernähen zu können und starkes Übergewicht erhöht den Druck im Bauchraum, so dass schneller Narbenhernien entstehen. Auch Krankheiten wie Diabetes, Wundheilungsstörungen, Kollagen-Erkrankungen oder Störungen im Bindegewebsstoffwechsel wirken sich negativ auf die Narbenheilung aus. Rauchen erhöht das Risiko für Narbenhernien sogar um das Vierfache. In den meisten Fällen stellt ein Narbenbruch für den Patienten kein grosses Risiko dar, sofern er sofort behandelt wird. Wenn sich allerdings Organe und Eingeweide im Bruch einklemmen, kann es zu einem Darmverschluss kommen, der, wenn er nicht sofort behandelt wird, lebensbedrohlich sein kann.

Trokarhernien als Folge von laparoskopischen Eingriffen

Früher traten Narbenbrüche noch viel häufiger nach grossen Bauch- und Brustkorb-OPs auf, da meist offen operiert wurde. Im Zeitalter der minimal-invasiven OPs ist dies deutlich seltener geworden. Allerdings können durch laparoskopische Eingriffe sogenannte Trokarhernien entstehen. Trokare sind stiftförmige Punktionsinstrumente, die benutzt werden, um dem Chirurgen Zugang zur Körperhöhle zu schaffen. Durch die Trokare, eine Art Zugangstunnel in den Bauchraum oder die Brusthöhle, können operative Instrumente oder Kameras eingeführt werden. Das Risiko eine Trokarhernie zu entwickeln, liegt bei rund 1 % und ist somit wesentlich kleiner als jenes für einen Narbenbruch. Aber auch diese kleinen Öffnungen können letztlich Narben im Gewebe oder Schwachstellen in den Faszien verursachen. An diesen Stellen kann sich Gewebe aus dem Bauchraum einklemmen und Schmerzen verursachen. Trokarhernien treten meist im Bereich des Bauchnabels oder in der Magengrube, also zwischen unterem Rippenbogen und Bauchnabel, auf.

Darmverschluss als Folge eines Narbenbruches

Grosse Narben sind um einiges gefährlicher als Trokar-Zugänge, da sich dort auch Teile des Darms einklemmen können, was im schlimmsten Fall zu einem Darmverschluss führen könnte. Es ist aber auch möglich, dass schrittweise weitere innere Organe durch die Schwachstellen gedrückt werden. Wird die korrigierende Operation zu spät durchgeführt, kann es sogar schwierig werden, den Bauch wieder korrekt zu verschliessen. Wichtig ist es vor allem, einen Narbenbruch frühzeitig zu erkennen. Hat der Patient eine entsprechende Vorwölbung im Bereich einer ehemaligen Operationsnarbe oder Schmerzen an dieser Stelle, sollte er dies umgehend bei einem Spezialisten abklären lassen. Gerade bei einem möglichen Darmverschluss ist schnelles Handeln unerlässlich.

Ablauf der Untersuchung und Behandlung bei Narbenbrüchen

Mittels einer Ultraschalluntersuchung lässt sich genau detektieren, wo die Narbe durchbrochen und geöffnet ist und wie groß die entstandene Lücke ist. Ergänzend kann hierzu eine Computertomographie erforderlich sein, während dieser das sogenannte Valsalva-Manöver durchgeführt wird. Hierbei presst der Patient während der Untersuchung leicht, so dass das gesamte Ausmaß des Bruches, also der Narbenhernie, sichtbar wird. Wie dann im Einzelnen operiert wird, richtet sich nach der Größe der Narbenhernie und dem Inhalt, sowie dem akuten Stadium und natürlich auch den bestehenden Voroperationen des Patientens. Wenn immer möglich, versucht man in der Viszeralchirurgie die Narbenhernie minimal invasiv zu korrigieren. Bei großen Brüchen ist es jedoch häufig erforderlich, die alte Narbe vollständig zu öffnen und einen kompletten Neuverschluss anzustreben. Wobei hier in den allermeisten Fällen auch eine Verstärkung durch die Implantation eines permanenten oder eines auflösbaren Kunststoff-Netzes erforderlich ist. Im Anschluss an diese Operation rät das Hernienzentrum in der Regel zu einer sechswöchigen Ruhezeit zur Entlastung der Bauchmuskulatur. Anschließend an den Aufenthalt in der Klinik müssen die Muskeln aufgebaut und gekräftigt werden, um eine dauerhafte Stabilität zu erreichen. Leiden Sie möglicherweise an einer Trokarhernie oder einem Narbenbruch? Oder haben Sie Probleme mit Hernien? Nehmen Sie Kontakt auf zum Hernienzentrum – wir beraten Sie kompetent und professionell.

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